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Wehen erkennen: Übungswehen, Senkwehen und echte Geburtswehen

2 Min. Lesezeit

Schwangere formt mit ihren Händen ein Herz auf dem Babybauch

In den letzten Wochen der Schwangerschaft meldet sich dein Bauch immer öfter: Mal zieht er kurz, mal wird er für einen Moment ganz hart. Aber sind das schon Wehen? Und wenn ja – welche? Dieser ruhige Überblick hilft dir, Übungswehen, Senkwehen und echte Geburtswehen auseinanderzuhalten, ohne dass du dich verrückt machst.

Nicht jede Wehe bedeutet, dass es losgeht

Dein Körper übt für die Geburt – oft schon Wochen vorher. Ein hart werdender Bauch ist also meistens völlig normal und kein Grund zur Sorge. Entscheidend ist nicht, dass du etwas spürst, sondern wie sich das, was du spürst, über die Zeit verhält.

Übungswehen (Braxton-Hicks)

Übungswehen sind das Aufwärmprogramm deiner Gebärmutter. Du erkennst sie meist daran, dass sie:

  • unregelmäßig kommen und keinem Muster folgen,
  • nicht stärker und nicht enger getaktet werden,
  • oft nachlassen, wenn du dich hinlegst, die Position wechselst, dich bewegst oder etwas trinkst,
  • eher vorne im Bauch zu spüren sind – unangenehm, aber selten richtig schmerzhaft.

Senkwehen

Senkwehen treten häufig ab etwa der 34. bis 36. Woche auf. Sie schieben dein Baby tiefer ins Becken. Viele spüren danach mehr Druck nach unten, können dafür aber wieder freier atmen. Auch das sind noch keine Geburtswehen – eher ein Zeichen, dass dein Körper sich vorbereitet.

Echte Geburtswehen

Echte Wehen verhalten sich anders. Typisch ist, dass sie:

  • regelmäßig kommen und nach und nach enger werden,
  • länger dauern und spürbar stärker werden,
  • nicht aufhören, wenn du dich ausruhst oder etwas trinkst,
  • oft im Rücken beginnen und nach vorne ziehen.

Der einfachste Test: beobachten und mitzählen

Wenn du unsicher bist, hilft Beobachten mehr als Grübeln. Lege dich hin, trink ein Glas Wasser und achte auf den Rhythmus. Lassen die Wehen nach, waren es wahrscheinlich Übungswehen. Werden sie trotz Ruhe regelmäßiger und kräftiger, könnte die Geburt beginnen.

Wie du Abstand und Dauer richtig misst – und wann es Zeit ist, in die Klinik zu fahren – liest du in Wehen timen: Abstand, Dauer und wann ins Krankenhaus.

Wann du nicht abwarten solltest

Manche Anzeichen gehören immer abgeklärt – unabhängig davon, wie deine Wehen sich anfühlen. Ruf bitte deine Hebamme, deine Klinik oder den Notruf an, wenn:

  • Fruchtwasser abgeht (Blasensprung),
  • du eine hellrote Blutung bemerkst,
  • du dein Baby deutlich weniger spürst,
  • Wehen schon vor der 37. Woche regelmäßig werden,
  • du starke Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Oberbauchschmerzen hast.

Vertrau deinem Gefühl

Du kennst deinen Körper am besten. Im Zweifel ist ein Anruf bei deiner Hebamme immer richtig – dafür ist sie da. Und wenn du dich jetzt schon vorbereiten möchtest, hilft dir unsere Checkliste für die Kliniktasche, entspannt gepackt in den großen Tag zu starten.

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