Wehen timen: Abstand, Dauer und wann ins Krankenhaus
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Wenn die Wehen regelmäßig werden, kommt fast immer dieselbe Frage: Ist es jetzt so weit? Die Antwort steckt weniger in der einzelnen Wehe als im Muster – also im Abstand und in der Dauer. So misst du beides richtig und ordnest die Zahlen in Ruhe ein.
Zwei Werte zählen: Abstand und Dauer
- Dauer: wie lange eine einzelne Wehe anhält – vom ersten Ziehen bis sie wieder abklingt.
- Abstand: die Zeit vom Beginn einer Wehe bis zum Beginn der nächsten. Nicht vom Ende zur nächsten – das ist die häufigste Verwechslung.
So zählst du mit
Notiere, wann eine Wehe beginnt. Notiere, wann sie endet. Sobald die nächste beginnt, hast du den Abstand. Über mehrere Wehen hinweg erkennst du, ob sie enger und länger werden. Du kannst das mit Stift und Papier machen – oder das Rechnen einer App überlassen, während du dich aufs Atmen konzentrierst.
Die 5-1-1-Regel
Eine verbreitete Faustregel heißt 5-1-1:
- 5 – die Wehen kommen etwa alle 5 Minuten,
- 1 – jede Wehe dauert rund 1 Minute,
- 1 – und das seit mindestens 1 Stunde.
Wenn das auf dich zutrifft und deine Schwangerschaft unkompliziert verläuft, ist es meistens Zeit, in die Klinik zu fahren.
Eine Regel, kein Gesetz
5-1-1 ist ein Anhaltspunkt, keine feste Vorschrift. Manche Hebammen oder Kliniken nennen 4-1-1 oder 6-1-1. Beim zweiten Kind geht es oft schneller, und wer weit von der Klinik entfernt wohnt, fährt lieber etwas früher los. Was für dich gilt, besprichst du am besten vorab mit deiner Hebamme oder deiner Geburtsklinik.
Wann du früher anrufen oder losfahren solltest
Unabhängig von den Zahlen – ruf an oder fahr los, wenn:
- Fruchtwasser abgeht (Blasensprung),
- du eine hellrote Blutung bemerkst,
- du dein Baby deutlich weniger spürst,
- Wehen schon vor der 37. Woche regelmäßig werden,
- du dir einfach unsicher bist.
Lieber einmal zu viel anrufen als zu wenig – deine Hebamme nimmt dich ernst.
Zwischen den Wehen darfst du ruhen
Die Zeit zwischen den Wehen gehört dir: ausruhen, trinken, dich bewegen, die Position wechseln. Dein Körper macht Pausen – nutze sie, statt auf die nächste Wehe zu warten.
Und wenn du unsicher bist, ob es echte Wehen sind?
Dann hilft dir Wehen erkennen: Übungswehen, Senkwehen und echte Geburtswehen, die Anzeichen einzuordnen. Und damit der Aufbruch entspannt bleibt, lohnt sich eine rechtzeitig gepackte Kliniktasche.
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